Rundgang durch das klassische Altertum
Die nächsten Etappen auf dem Rundgang sind das Caffe' Pedrocchi und der Palazzo del Bo der Universität - einer der ältesten Europas mit dem „Teatro Anatomico" (Anatomiesaal) aus dem 16. Jahrhundert, dem Katheder von Galileo Galilei - sowie Palazzo della Ragione und die umliegenden Plätze (Piazza delle Erbe, Piazza dei Frutti und Piazza dei Signori), wo täglich malerische Märkte abgehalten werden. Von dort gelangt man in wenigen Minuten zum Dom mit seinem kostbaren Baptisterium, in der sich wunderschöne Fresken von Giusto de' Menabuoi befinden. Lohnend ist auch ein Besuch des Diözesanmuseums in dem antiken „Palazzo Vescovile" (Bischofspalast) mit seinen wertvollen Gemälden, Skulpturen und Goldschmiedearbeiten, einem Großteil des reichhaltigen Domschatzes, heiligen Kirchengeräten, mit Miniaturkunst versehenen Handschriften und Wiegendrucken. Der Rundgang sieht auch die Besichtigung der Kapelle Santa Maria degli Angeli mit den Freskomalereien aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert und dem herrlichen „Salone dei Vescovi" (Bischofssaal) vor, dessen über 900 qm große Wandfläche vollständig mit Fresken der ersten 100 Bischöfe von Padua ausgeschmückt ist.
Über die Via Soncin und Via S. Canziano gelangen wir zur Piazza Antenore und zu der 1283/85 errichteten Grabstätte für einen Leichnam, den der Humanist Lovato dei Lovati dem legendären Gründer von Padua Antenore zuschrieb. Nicht weit davon befindet sich der Palazzo Zabarella, die einstige Residenz der Familie Da Carrara, heute ein prestigevoller Veranstaltungsort für Ausstellungen und Events.
Die Via del Santo führt uns zur Basilika Sankt Antonius, einem Ort des Glaubens und Tempel der Kunst, den jedes Jahr Millionen von Pilgern und Touristen besuchen. Die Basilika ist von außergewöhnlichen Denkmälern umgeben, wie der Statue des Gattamelata von Donatello, dem Betsaal des Hl. Georg, ein Meisterwerk des 14. Jahrhundert, das Antonius-Museum (Museo Antoniano) und die Scuola del Santo. Am Ende der Via Cesarotti ragen nicht weit von der Kirche die eindrucksvollen Gebäude Loggia und Odeo Cornaro auf, bemerkenswerte Bauwerke der paduanischen Renaissance.
Wir kehren zur Piazza del Santo zurück und biegen in die Via dell'Orto Botanico ein, wo sich der 1545 gegründete Botanische Garten befindet - der älteste aller europäischen Universitäten - und gleich danach Prato della Valle, ein imposanter, ellipsenförmiger Platz mit zahlreichen historischen Gebäuden und alten Herrenhäusern, darunter der Palazzo Angeli, in dem das „Museo del Precinema" untergebracht ist, und auf der südlichen Seite die Basilika Hl. Justina, einer der größten in Europa.
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