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Die Scrovegni-Kapelle


Die Scrovegni-Kapelle
Die Scrovegni-Kapelle, ein Meisterwerk Giottos und der italienischen und europäischen Malerei des 14. Jahrhunderts, bewahrt einen der vollständigsten Freskenzyklen, die der große toskanische Meister in reifem Alter geschaffen hat.
Licht und Farbe, Poesie und Pathos.
Der Mensch und Gott.
Tief empfundene Natur und Geschichte, Menschlichkeit und Frömmigkeit verschmelzen zu einer Erzählung, die auf einzigartige und unnachahmliche Weise das Leben der Jungfrau Maria und Christi veranschaulicht.
Giotto vollendete die Fresken der Kapelle in den ersten Monaten des Jahres 1306.
Zu diesem Zeitpunkt „war die architektonische Gestaltung der Kapelle noch sehr schlicht: eine rechteckige Halle mit Tonnengewölbe, ein elegantes dreibogiges Fenster in der Fassade, hohe und schmale Fenster auf der Südseite, eine polygonale Apsis, die später erhöht wurde, um den Glockenstuhl aufzunehmen“.
Der Gemäldezyklus der Kapelle rankt sich um drei großen Themen, den Szenen aus dem Leben Joachims und Annas (Bilder 1-6), Szenen aus dem Leben der Jungfrau Maria (Bilder 7-13) und aus dem Leben und vom Tod Christi.
Unter diesen Fresken werden in einer Reihe von Malereien die Laster und Tugenden allegorisch dargestellt.



Die Kapelle, die Unserer Lieben Frau von der Nächstenliebe (Santa Maria della Carità) geweiht und zwischen 1303 und 1305 von Giotto im Auftrag von Enrico degli Scrovegni mit Fresken ausgeschmückt wurde, ist eines der größten Meisterwerke der westlichen Kunst. Die vollständig mit Malereien bedeckten Wände schildern dem Betrachter Episoden aus dem Leben der Jungfrau Maria und Christi, während auf der Gegenfassade das großartige Jüngste Gericht zu sehen ist, mit dem sich der Themenkreis zur Erlösung der Menschheit schließt.
 Das Gebäude war ursprünglich mit dem Palazzo der Familie verbunden und wurde nach 1300 auf den elliptisch angeordneten Ruinen einer römischen Arena erbaut.
Seit die Kapelle 1880 von der Stadt Padua übernommen wurde, stehen die Fresken ständig im Mittelpunkt des Interesses, und im 19. und 20. Jahrhundert wurden zahlreiche Anstrengungen zu ihrer Erhaltung unternommen. Dank der in den 70er Jahren entstandenen engen Zusammenarbeit zwischen der Gemeindeverwaltung, der Oberintendanz und dem Zentralinstitut für Denkmalpflege, die bis in die heutige Zeit fortdauert, wurden sorgfältige Studien und Kontrollen durchgeführt, die den Zustand des Gebäudes, die Luftqualität, die Verschmutzungsfaktoren und Erhaltung der Malereien zum Inhalt hatten. Der Bau des neuen Eingangsbereichs ermöglicht es im Verein mit einer eigens installierten Anlage zur Luftaufbereitung, eine große Anzahl von Besuchern zu empfangen, ohne die Fresken zu gefährden. 
Die letzten Überprüfungen ergaben ermutigende Ergebnisse und erlaubten somit die Durchführung der Restaurierungsarbeiten, die dank des Übereinkommens zwischen der Gemeinde und dem Ministerium für Kulturgüter und kulturelle Aktivitäten vom Zentralinstitut für Denkmalpflege abgewickelt wurden.


Der Multimedia-Saal



Die Besichtigung der Kapelle sieht sieben multimediale Stationen vor, die wissenswerte Informationen über die Freskenmalereien der Kapelle und den künstlerischen Hintergrund Giottos in deren Entstehungszeit geben. Mit Hilfe der verschiedenen Kommunikationsmittel (Bilder, Musik, gesprochene Texte, reale und virtuelle Rekonstruktionen) begibt sich der Besucher mitten in das Geschehen. Die zur Verfügung stehenden technischen Hilfsmittel ermöglichen den Zugang zu den greifbar rekonstruierten Bereichen, so dass sich die Momente der „passiven“ Nutzung mit den Interaktionen abwechseln: Der Beschauer betritt Giottos Welt der Kunst, versteht den Kontext, in dem sie gereift ist, kann nach Belieben die Thematiken vertiefen und ist gefühls- und verstandesmäßig auf die Besichtigung von Giottos Meisterwerk vorbereitet. Der Verlauf des Rundgangs ist nicht festgelegt und beansprucht mindestens 30 Minuten, kann aber von jedem Besucher beliebig ausgedehnt werden.    




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